Portabile Music Trier (PMT) – Eine CD machen:
Ein Besipiel aus der Praxis This page in English

Beschreibung einer CD-Produktion von A bis Z ...


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   ... am Beispiel von Ringo Sax und seinen „Jazz Monsters“
 

1. Die Band „The Jazz Monsters“ aus Mittelemmel hat ein paar vom Publikum wohlwollend aufgenommene Gigs absolviert und fasst den Entschluss, eine CD mit ihren „Best Of“ zu machen, da ihnen jeder sagt, er würde eine kaufen, so es denn eine gäbe.

2. Ringo Sax, der Bandleader, hat bisher nur Gutes vom PORTABILE-Jazz-Label in Trier gehört. Da außerdem niemand in der Band und im Bekanntenkreis so ganz genau weiß, wie das denn geht, eine CD zu machen, und auch nicht, was so was kostet, kontaktiert man kurzerhand einen der freundlichen Jazz-Label-Leute.

3. Diese hören sich den Plan der Band und besonders ein paar Demo-Nummern an und schreiten dann zur Tat. – Bald wird Ringo klar, dass er einen weisen Schritt getan hat, um Rat zu fragen: Der ist nämlich nicht nur kostenlos, sondern wird ihm im nächsten Jahr viele unnötige Wege und vor allem einen Haufen Geld sparen!
 

4. Beratung der Band durch die Experten vom Label im Vorfeld (Preproduction):
 

4.1. Erstens: Welches Studio kommt in Frage? Das Label kennt da natürlich ein paar Studios, aber neben dem Preis, das wird schnell klar, ist es sehr wichtig, ob das in Frage kommende Studio auf die Art Rave-Jazz, den „The Jazz Monsters“ machen, auch spezialisiert ist. Oder Platz für 34 Musiker im Studio hat, denn so viele Mitglieder hat die Band im Moment.
 

4.2. Zweitens: Studiokosten: Ringo Sax wird ganz komisch zumute, als er hört, wieviel Geld so ein Tag im Studio kostet, und er gerät fast in Panik, als er realisiert, dass ein Tag nicht reichen wird, auch nur das Einspielen der avisierten 10 Nummern zu realisieren. – Und dass das nur der erste von mehreren Studiobesuchen ist: Denn danach muss die Erstaufnahme in den „Mix Down“, dann muss sie gemastert werden etc. pp.
Zumindest ist er jetzt froh, mit den Label-Leuten gesprochen zu haben, denn nun hat er eine ungefähre Vorstellung vom Gesamt-Ablauf mit seinen verwirrend vielen Einzelschritten.
 

4.3. Drittens: Die Studio-Sessions: „The Jazz Monsters“ tun den Schritt und gehen ins Studio. Denn als der Studio-Boss hört, dass PORTABILE die Aufnahme vermittelt hat – wie schon ein paar andere vorher –, gibt er einen satten Rabatt auf sein erstes Angebot. Zusammen mit ein paar Sponsoren-Zusagen und einer Portion Idealismus wird das mit der Finanzierung schon klappen, denkt Ringo, und wer nicht wagt, den bestrafen die Fans ...
 

4.4. Viertens: Cover, Presswerk: Die Band ist hochzufrieden mit der Beratung durch die Label-Leute und entschließt sich, dessen professionelle Hilfe für den Rest der Produktion in Anspruch zu nehmen. Dazu schließt man einen Bandübernahme-Vertrag mit dem Label und einigt sich relativ schnell auf die grafische Präsentation der CD: Das Label arbeitet eng mit einem Grafiker zusammen, und das hat ja auch alle nötigen Daten des Labels: den Label-Code, das Logo, ein paar grafische Richtlinien, wie eine Label-CD aussehen soll etc. – Das ganze ist in kurzer Zeit erledigt, und da zwischenzeitlich das Label das Presswerk „vorgewarnt“ hat, dass bald mit einer Pressung in der Auflage 1.000 zu rechnen ist, flutscht es, und wenig später stehen ein paar Kartons mit funkelnagelneuen CDs in der Garage von Ringo Sax. Gerade rechtzeitig vor der geplanten Promotion-Tour. – Super gelaufen!
 

Auch wenn sich die Inanspruchnahme des Labels bereits hier gelohnt hat – finanziell, aber besonders stressweise –, die eigentliche Arbeit des Labels fängt hier erst an:i>
 

5. Aktionen nach der CD-Produktion seitens des Labels (Postproduktion):
 

CDs nur bei einem Gig zu verkaufen, das merken die „Jazz-Monsters“-Leute schnell, ist aufwendig, und mehr als zwei, drei CDs verkaufen sich einfach nicht pro Abend; die Leute haben ja idR schon Eintritt zum Gig bezahlt, und am Verkaufsstand muss auch immer jemand stehen ... Die 125 ersten CDs gingen zwar schnell weg an „sichere“ Kunden wie Omas, Freunde und als Weihnachtsgeschenke, aber nun herrscht merkantile Flaute.
 

5.1. Gut, dass man 100 CDs dem Label zur Weiterverwertung überlassen hat: Die stehen nämlich nun, wie von Geisterhand aufgestellt, in allen möglichen Läden der Stadt, in Jazz-Kneipen und sogar im Kaufhof in der Jazz-Ecke. Offenbar hat da jemand im Hintergrund eifrig Botengänge erledigt ... Und ganz besonders freut die Bandmitglieder, dass schon kurz nach dem CD-Release die CD und auch einzelne Tracks auf allen bekannten Internet-Plattformen wie iTunes, Spotify u.v.a. käuflich erwerbbar sind – cool!
 

5.2. Und eines Tages ruft sogar ein Redakteur einer Jazz-Zeitschrift bei Ringo an und bittet um ein Interview. Der hat die CD nämlich vom Label zur Besprechung zugeschickt bekommen und findet die Musik ganz ansprechend ... Ebenso wie sein Kollege vom Jazz-Radio 1, welcher der CD 10 Minuten Sendezeit widmet. – Scheint so, als zahle sich die gute Planung und vor allem die Connections der Label-Leute aus ...
 

5.3. Dass Ringo dann eines Tages einen Katalog „seines“ Labels im Briefkasten findet, mit seiner CD an prominenter Stelle, macht ihn vollends selig ... Aber da plant er schon die nächste Produktion, natürlich wieder bei PORTABILE.
 

Man sieht: Wenn man das alles als Band(leader) alleine erledigen will, dann hat man schnell einen Fulltime-Job am Hals ... Es lohnt sich also, sich in die Obhut eines Labels wie PMT zu begeben!
 

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Update: 13.09.2017 22:01:50 · Besucher // Visitors:  45150 (5 heute // today, 21 gestern // yesterday)